Zwei Becken, Gastronomie, Beachvolleyball und mehr

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Werne. Los geht es beim Surfpark-Projekt in Werne mit dem Becken der ersten Ausbaustufe (Abmessungen 250 mal 90 mal zwei Meter). Es soll wie geschildert im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Hier dürfen sich die Surfer auf perfekte Wellen mit bis zu zwei Metern Höhe freuen. Eine Surfschule, Beachvolleyballfelder, Liegewiesen und ein Wohnmobilstellplatz kommen hinzu, ebenso eine stehende Welle, wie am Eisbach in München. Ein zweites Becken in ähnlichen Abmessungen sei dann in der in der nächsten Ausbaustufe geplant, sagte Dr. Michael Detering für die Projektentwickler. Diese seien teilweise selbst in der Umwelttechnik und wasserbezogener Forschung aktiv. Während die wissenschaftlichen Partner der RWTH Aachen und der TH Köln bereits an der Konzeption mitwirken, solle die Einrichtung nach Fertigstellung aber auch anderen Hochschulen offenstehen.

„Neben der Revitalisierung der Brachfläche und der von Arbeitsplätzen ist das Vorhaben besonders als touristischer Anziehungspunkt für Stadt und Region von hoher Bedeutung“, betonte Lothar Christ. Der Veröffentlichung der Pläne sind eingehende Vorarbeiten vorausgegangen. „Vor gut anderthalb Jahren hat Dr. Detering den Kontakt zu uns aufgenommen“, schilderte Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht. Seitdem sei der Projektansatz weiterentwickelt und geprüft worden.

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Mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro werden die Kosten für die erste Ausbaustufe beziffert. 20 Millionen entfallen auf die Freizeiteinrichtung und zehn Millionen Euro auf den Forschungsteil. „Wir befinden uns im intensiven Austausch mit dem Wirtschaftsministerium, der Bezirksregierung Arnsberg und der Business Metropole Ruhr“, streckt man mit Blick auf mögliche Förderprogramme die Fühler aus. Man rechne sich gute Chancen auch im Rahmen des 5-Standorte-Programms aus“, skizzierte Christ. Im Zuge des Ende der Kohleverstromung bis 2038 und der Stilllegung von Steinkohlekraftwerken werden fünf besonders betroffene Kommunen, vier Großstädte und der Kreis Unna vom Bund unterstützt. Im Falle der fünf Standorte seien dies 662 Millionen Euro, erklärte Christ. Der Kreis Unna ist mit der Schließung von vier Kraftwerken in Werne, Bergkamen und zwei in Lünen besonders stark belastet.

Da kommen die Aussichten auf das Surfpark-Projekt mehr als recht. Der Projektträger geht von 200.000 Besuchern pro Jahr aus, die SURFWRLD besuchen werden. „Werne hat eine hervorragende Lage. Das Einzugsgebiet umfasst in einer Stunde Fahrtzeit 10 Millionen und in zwei Stunden 20 Millionen Einwohner“, ordnet Dr. Detering ein und ergänzt: Neben der sportlichen Nutzung werde der Forschungsteil genauso cool werden. Auch in dieser Dimension sei man einmalig.

Dank der überregionalen Strahlkraft im Freizeitsektor sieht Wirtschaftsförderin Brautlecht in dem Surfpark folglich einen touristischen Magneten. Neben zunächst 116 direkten Arbeitsplätzen sehe man noch etliche indirekte Arbeitsplatzeffekte, hieß es weiter.

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