Donnerstag, Dezember 9, 2021

„Wir müssen nach der Krise eher mehr machen als weniger”

Anzeige

Werne. Zweck von „Wir für Werne” ist das gemein­schaftliche Ein­treten im Inter­esse der Weit­er­en­twick­lung der Stadt Werne, um diese als Wohn‑, Han­dels- bzw. Gewerbe­standort in ihrer Bedeu­tung für die Region weit­er zu stärken. So stellt sich der Vere­in auf sein­er Web­site vor. Ger­ade in Coro­na-Zeit­en hat­te der Vor­stand alle Hände voll zu tun. WERNE­plus sprach mit dem Vor­sitzen­den Michael Zurhorst über die zurück­liegen­den drei Monate.

 

- Advertisement -

Hal­lo Herr Zurhorst, wie sehr hat die Krise Ihren Vere­in getroffen?

Wir sind ja eine sehr het­ero­gene Gemein­schaft – vom Gas­tronomen über den Einzel­han­del bis zum Arzt. Es gibt Branchen, die prof­i­tieren, andere sind nicht betrof­fen und wieder andere kämpfen ums Überleben.

Vor eini­gen Wochen verkün­dete die Lan­desregierung weitre­ichende Lockerun­gen in den Pan­demiebes­tim­mungen. Wie ist seit­dem die Stimmung?

Ich würde sie als ver­hal­tene Zuver­sicht beze­ich­nen. Von Opti­mis­mus möchte ich noch nicht sprechen. Es gibt eine große Unsicher­heit. Der Virologe Pro­fes­sor Drosten prog­nos­tiziert eine zweite Welle, Hot-Spots wie derzeit in Güter­sloh bere­it­en den Men­schen Sorgen.

Was kon­nte der Vere­in „Wir für Werne” in der schwieri­gen Phase für seine Mit­glieder tun?

Wir haben die Mit­glieds­beiträge, die wir vor der Coro­na-Krise schon einge­zo­gen hat­ten, zurück­gezahlt. Die Wer­bekosten-Pauschale für Ver­anstal­tun­gen wie den Auto- und Mod­e­früh­ling, die von den Innen­stadt-Händlern zu zahlen ist, haben wir aus­ge­set­zt. Es hat sich aus­gezahlt, dass der Vere­in ein gutes finanzielles Pol­ster hat. Ich bin außer­dem der Mei­n­ung, dass wir in und nach der Krise eher mehr machen müssen als weniger.

Michael Zurhorst Foto: Photographie Susanne Kästner
Michael Zurhorst Foto: Pho­togra­phie Susanne Kästner

Vor allem die Gas­tronomie litt unter den Ein­schränkun­gen. Wie kon­nte „Wir für Werne” den heimis­chen Wirten helfen?

Wir haben uns erfol­gre­ich für die Erweiterung der Außen­gas­tronomie-Flächen einge­set­zt. Die Stadtver­wal­tung hat­te da auch Ein­sicht und Ver­ständ­nis. Auch die Ver­schiebung der Bau­maß­nahme an der Bonen­straße in den Herb­st ist glück­licher­weise vom Rat ver­ab­schiedet wor­den. Dafür hat­ten wir uns im Vor­feld stark gemacht.

Und jet­zt kommt bald der Rabatt-Gutschein, um den Men­schen den Einkauf hier in Werne schmack­haft zu machen (WERNE­plus berichtete).

Mit dem WERNEGutschein haben wir in Zusam­me­nar­beit mit Werne Mar­ket­ing ein her­vor­ra­gen­des Instru­ment zur Kaufkraft­bindung geschaf­fen. Von dieser Infra­struk­tur prof­i­tiert jet­zt diese Son­der­au­flage des Gutscheins.

Wie beurteilen Sie die Aktion „Sei loy­al, kauf lokal”, die von Susanne Käst­ner ins Leben gerufen und umge­set­zt wurde?

Ich habe nur pos­i­tives Feed­back erhal­ten. Die Aktion stärkt den Zusam­men­halt in der Bevölkerung und kommt richtig gut an.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Karneval 2021: IWK startet mit dem Kartenvorverkauf – 2Gplus gilt

Werne. Nach der Proklamation des Kinderprinzenpaares und des Stadtprinzenpaares fiebern alle Karnevalisten einem Jahr mit tollen Höhepunkten entgegen. Das bedeutet für die Organisatoren der Interessengemeinschaft...

Corona in Werne: Zwölf neue Infektionen am Mittwoch

Werne/Kreis Unna. In Werne sind am Mittwoch (8. Dezember) zwölf neue Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Fünf Personen gelten als wieder gesund, so dass...

Bürgerentscheid: Über 4.600 Briefwahl-Anträge sind unterwegs

Werne. „Mehr als 4.600 Briefwahlanträge zur Teilnahme am Bürgerentscheid am 12. Dezember sind bereits verschickt worden“, sagte Sven Henning vom Wahlamt der Stadt Werne...

Bürgerentscheid: „Wir für Werne“ springt Bürgermeister zur Seite

Werne. Noch vier Tage bis zum Bürgerentscheid für das umstrittene Gewerbe-/Industriegebiet an der Nordlippestraße Nord: Nach dem Offenen Brief der Grünen an Bürgermeister Lothar...