Mittwoch, August 17, 2022

„Wir müssen nach der Krise eher mehr machen als weniger”

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Wer­ne. Zweck von „Wir für Wer­ne” ist das gemein­schaft­li­che Ein­tre­ten im Inter­es­se der Wei­ter­ent­wick­lung der Stadt Wer­ne, um die­se als Wohn‑, Han­dels- bzw. Gewer­be­stand­ort in ihrer Bedeu­tung für die Regi­on wei­ter zu stär­ken. So stellt sich der Ver­ein auf sei­ner Web­site vor. Gera­de in Coro­na-Zei­ten hat­te der Vor­stand alle Hän­de voll zu tun. WERN­Eplus sprach mit dem Vor­sit­zen­den Micha­el Zur­horst über die zurück­lie­gen­den drei Monate.

 

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Hal­lo Herr Zur­horst, wie sehr hat die Kri­se Ihren Ver­ein getroffen?

Wir sind ja eine sehr hete­ro­ge­ne Gemein­schaft – vom Gas­tro­no­men über den Ein­zel­han­del bis zum Arzt. Es gibt Bran­chen, die pro­fi­tie­ren, ande­re sind nicht betrof­fen und wie­der ande­re kämp­fen ums Überleben.

Vor eini­gen Wochen ver­kün­de­te die Lan­des­re­gie­rung weit­rei­chen­de Locke­run­gen in den Pan­de­mie­be­stim­mun­gen. Wie ist seit­dem die Stimmung?

Ich wür­de sie als ver­hal­te­ne Zuver­sicht bezeich­nen. Von Opti­mis­mus möch­te ich noch nicht spre­chen. Es gibt eine gro­ße Unsi­cher­heit. Der Viro­lo­ge Pro­fes­sor Dros­ten pro­gnos­ti­ziert eine zwei­te Wel­le, Hot-Spots wie der­zeit in Güters­loh berei­ten den Men­schen Sorgen.

Was konn­te der Ver­ein „Wir für Wer­ne” in der schwie­ri­gen Pha­se für sei­ne Mit­glie­der tun?

Wir haben die Mit­glieds­bei­trä­ge, die wir vor der Coro­na-Kri­se schon ein­ge­zo­gen hat­ten, zurück­ge­zahlt. Die Wer­be­kos­ten-Pau­scha­le für Ver­an­stal­tun­gen wie den Auto- und Mode­früh­ling, die von den Innen­stadt-Händ­lern zu zah­len ist, haben wir aus­ge­setzt. Es hat sich aus­ge­zahlt, dass der Ver­ein ein gutes finan­zi­el­les Pols­ter hat. Ich bin außer­dem der Mei­nung, dass wir in und nach der Kri­se eher mehr machen müs­sen als weniger.

Michael Zurhorst Foto: Photographie Susanne Kästner
Micha­el Zur­horst Foto: Pho­to­gra­phie Susan­ne Kästner

Vor allem die Gas­tro­no­mie litt unter den Ein­schrän­kun­gen. Wie konn­te „Wir für Wer­ne” den hei­mi­schen Wir­ten helfen?

Wir haben uns erfolg­reich für die Erwei­te­rung der Außen­gas­tro­no­mie-Flä­chen ein­ge­setzt. Die Stadt­ver­wal­tung hat­te da auch Ein­sicht und Ver­ständ­nis. Auch die Ver­schie­bung der Bau­maß­nah­me an der Bonen­stra­ße in den Herbst ist glück­li­cher­wei­se vom Rat ver­ab­schie­det wor­den. Dafür hat­ten wir uns im Vor­feld stark gemacht.

Und jetzt kommt bald der Rabatt-Gut­schein, um den Men­schen den Ein­kauf hier in Wer­ne schmack­haft zu machen (WERN­Eplus berichtete).

Mit dem WER­NE­Gut­schein haben wir in Zusam­men­ar­beit mit Wer­ne Mar­ke­ting ein her­vor­ra­gen­des Instru­ment zur Kauf­kraft­bin­dung geschaf­fen. Von die­ser Infra­struk­tur pro­fi­tiert jetzt die­se Son­der­auf­la­ge des Gutscheins.

Wie beur­tei­len Sie die Akti­on „Sei loy­al, kauf lokal”, die von Susan­ne Käs­t­ner ins Leben geru­fen und umge­setzt wurde?

Ich habe nur posi­ti­ves Feed­back erhal­ten. Die Akti­on stärkt den Zusam­men­halt in der Bevöl­ke­rung und kommt rich­tig gut an.

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