Dienstag, September 27, 2022

„Wir müssen gewährleisten, dass wir alle Kinder erreichen”

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Wer­ne. Seit Mon­tag gel­ten an den NRW-Schu­len neue Regeln. Wegen der hohen Coro­na-Zah­len ist die Prä­senz­pflicht auf­ge­ho­ben. Die Ent­schei­dung über die Teil­nah­me der Schü­ler am Prä­senz­un­ter­richt ist den Eltern frei­ge­stellt. Ab Klas­se 8 erfolgt der Unter­richt grund­sätz­lich in Distanz, sodass es an der Mar­ga-Spie­gel-Sekun­dar­schu­le am Mon­tag recht über­sicht­lich in vie­len Klas­sen­räu­men aus­ge­se­hen hat.

An der Sekun­dar­schu­le erschie­nen nach dem Wochen­en­de rund 250 Schü­ler aus den Klas­sen 5 bis 7. „Damit sind gut zwei Drit­tel aus den drei Jahr­gän­gen zum Unter­richt in die Schu­le gekom­men“, sagt Huber­tus Stei­ner. Der Schul­lei­ter ver­mu­tet aber, dass in den kom­men­den Tagen suk­zes­si­ve weni­ger Schü­ler zum Prä­senz­un­ter­richt erschei­nen wer­den, weil die Eltern mitt­ler­wei­le erfah­ren haben, das die für die­se Woche geplan­ten Lern­ziel­kon­trol­len auf das nächs­te Jahr ver­scho­ben werden.

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Laut der aktu­el­len Pla­nung endet der Unter­richt am Frei­tag, 18. Dezem­ber, und soll nach den bis­he­ri­gen Plä­nen am 11. Janu­ar wie­der begin­nen. Wie schon gewohnt, gab es für Stei­ner und sei­ne Kol­le­gen sehr wenig Zeit, sich auf die neu­en Rege­lun­gen vor­zu­be­rei­ten. „Wir haben es am Frei­tag eine hal­be Stun­de vor Schul­schluss aus den Medi­en erfah­ren, dann kann eine Schu­le nicht mehr reagie­ren. Das offi­zi­el­le Schrei­ben ist bei mir auf dem Rech­ner am Sonn­tag­abend ange­kom­men“, so Stei­ner weiter.

Älte­re Schü­ler sol­len nach der neu­en Rege­lung nicht mehr ins Klas­sen­zim­mer kom­men und auf Distanz ler­nen. Die­se Lern­form ist aktu­ell jedoch nur bedingt auf glei­chem Niveau mög­lich, denn auf die ins­ge­samt 150 End­ge­rä­te, die im März bestellt wor­den sind, war­tet die Sekun­dar­schu­le noch immer. Nach Schät­zung des Schul­lei­ters sind es pro Jahr­gang unge­fähr 20 Schü­ler, die zu Hau­se nicht mit geeig­ne­ten End­ge­rä­ten aus­ge­stat­tet sind, und eins der 150 iPads leih­wei­se zur Ver­fü­gung bestellt bekom­men sol­len. Die Hoff­nung war, dass die Gerä­te noch vor Weih­nach­ten eintreffen.

Mit der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form School­Fox wer­den beim Unter­richt auf Distanz nor­ma­ler­wei­se Auf­ga­ben an alle Schü­ler ver­teilt. Zusätz­lich gibt es digi­ta­len Unter­richt per Video-Schal­tung. „Wir müs­sen gewähr­leis­ten, dass wir alle Kin­der errei­chen. Wenn die Nut­zung von School­Fox aber nicht funk­tio­niert, weil eini­ge Schü­ler kei­nen Zugriff auf geeig­ne­te End­ge­rä­te haben, müs­sen sie sich das Mate­ri­al in der Schu­le abho­len“, erklärt Stei­ner. Immer­hin aber sei die Quo­te der Kin­der und Jugend­li­chen, die dies tun müs­sen, seit dem Aus­bruch der Pan­de­mie im März gesunken.

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