Fantastische Künstler, eine gute Mischung aus Comedy, Akrobatik und immer viel Musik zum Schluss - das war die StraßenKunst auf der Freilichtbühne. Foto: Volkmer
Fantastische Künstler, eine gute Mischung aus Comedy, Akrobatik und immer viel Musik zum Schluss - das war die StraßenKunst auf der Freilichtbühne. Foto: Volkmer
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Werne. Straßenkunstfestival in Werne – das geht auch in Corona-Zeiten. Und wie. In jeweils drei Shows brachten die Akteure der Agentur Zeitenwanderer am Wochenende ein buntes Spektakel aus Akrobatik, Musik, Tanz und Comedy auf die Freilichtbühne und verzauberten an den drei Festivaltagen 1.850 Besucher. Die füllten das Platzkontingent in dem Bühnen-Halbrund am Südring soweit es die Abstandsregeln zuließen und genossen die Darbietungen den Mix aus Staunen, Lachen, Nervenkitzel und Musik. Mit Sonnenschein und milden Temperaturen passte auch das Wetter perfekt zum Event.

Für das Team des Stadtmarketings zog Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht eine rundum positive Bilanz, auch wenn man sich etwas mehr Zuschauer erhofft hatte. Mit 800 Gästen und zwei ausverkauften Shows sei der Samstag der besucherstärkste Tag gewesen. Dagegen waren die früheren Shows aber erwartungsgemäß etwas schwächer besucht, hieß es. „Der Stimmung tat das aber keinerlei Abbruch“, ordnete Brautlecht anhand der zahlreichen positiven Rückmeldungen des begeisterungsfähigen Publikums und der tollen Stimmung ein.

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Dass alles letztlich wie am Schnürchen lief und das aufwendige, vom Kreis Unna genehmigte Ablaufkonzept diszipliniert umgesetzt und eingehalten wurde, machte Brautlecht an der intensiven Zusammenarbeit der Teams von Stadtmarketing, Freilichtbühne und der Künstleragentur Zeitenwanderer fest.

Die One Woman Company zeigte zum Vergnügen des Publikums was passiert, wenn es einer Spieluhr zu langweilig wird. Foto: Gaby Brüggemann
Die One Woman Company zeigte zum Vergnügen des Publikums was passiert, wenn es einer Spieluhr zu langweilig wird. Foto: Gaby Brüggemann

„Fantastische Künstler, eine gute Mischung aus Comedy, Akrobatik und immer viel Musik zum Schluss“, beschrieb sie die Festival-Atmosphäre. Ein Glück für die Veranstalter, mit der Freilichtbühne über solch einen passenden Ausweichort zu verfügen. Bühnen-Team und Förderverein der Freilichtbühne hatten den Spielort für das Festival herausgeputzt und freuten sich ihrerseits, in ihrer abgesagten Spielsaison 2020 doch noch eine Veranstaltung mitgestalten zu können. Die Helfer der Bühne waren für Getränke und Catering zuständig (Erlös ging an den Förderverein). Außerdem haben sie uns bei der Kartenkontrolle unterstützt, richtete die Wirtschaftsförderin einen „riesigen Dank“ an die ehrenamtliche Adresse.

Auch von den Künstlern kam Lob für das stimmige Konzept, meldete Agenturchef Tobias Hundertpfund von Zeitenwanderer mit Blick auf getrennte Backstage-Bereiche für Künstler und Orga-Teams, Abstandsregeln, Hygienekonzept und Dokumentation sinngemäß zurück.

Bei den Straßenkünstlern, die wegen Corona auf die meisten ihrer Saisonauftritte verzichten mussten, war die Spielfreude entsprechend groß. So unterhielten – um nur einige zu nennen – Felice & Cortes Young mit ihrer ganz speziellen Verbindung von Musik und Artistik und die One Woman Company mit Straßentheater, Tanz und viel Humor. Die internationale Gruppe Palo Santo brachte lateinamerikanische Musik zum Abtanzen auf die Bühne, die Band Faela lieferte eine explosive Lifeshow ab und Lavo ta novo präsentierte einen Cocktail aus Swingtanz, Magie und Zirkus.

Ob das Straßenkunstfestival im nächsten Jahr wieder auf den Straßen und Plätzen der Stadt stattfinden kann, ist heute ungewiss. „Auf jeden Fall haben wir ein Konzept für Straßenkunst“, sieht Carolin Brautlecht die Gastgeber auf der sicheren Seite.

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