Während der Vollsperrung am ersten Juliwochenende - aus Sicherheitsgründen bleibt auch die angrenzende Radwegbrücke gesperrt - werden die drei Hauptträger mithilfe der Riesenkräne an Ort und Stelle gerückt. Foto: Gaby Brüggemann
Während der Vollsperrung am ersten Juliwochenende - aus Sicherheitsgründen bleibt auch die angrenzende Radwegbrücke gesperrt - werden die drei Hauptträger mithilfe der Riesenkräne an Ort und Stelle gerückt. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne/Rünthe. Wenn vom 3. bis 6. Juli die drei tonnenschweren Brückenbauteile der Behelfsbrücke über die Lippe auf ihre Betonfundamente gewuchtet werden sollen, müssen Spezialautokräne zum Einsatz kommen.

Dafür rückte heute, Montag, auf der Baustelle zwischen Werne und Rünthe schweres Gerät an, um vorbereitende Arbeiten zu erledigen. So werden heute und morgen massive Stahlrampen verlegt. Per Autokran werden die Elemente vom überlangen Schwertransporter gehoben und auf den Betonfundamenten beidseits der Lippe platziert.

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Während der Vollsperrung am ersten Juliwochenende – aus Sicherheitsgründen bleibt auch die angrenzende Radwegbrücke gesperrt – werden dann die drei Hauptträger mithilfe der Riesenkräne an Ort und Stelle gerückt, erläuterte Projektleiter Markus Feller von Straßen.NRW gegenüber WERNEplus.

Zur Erinnerung: Allein der Transport der 64 Meter langen Brückenbauteile vom Hersteller im sächsischen Plauen hatte jedes Mal einen logistischen Großeinsatz erfordert, spektakuläre Millimeterarbeit an neuralgischen Streckenpunkten inklusive. Im Morgengrauen des 6. Juni traf der letzte der drei Stahlhohlträger schließlich an der Baustelle ein.

Sind die Hauptträger auf der Behelfsbrücke platziert, werden sie verschweißt. Bis zum Jahresende sollen alle Arbeiten an der Ersatzbrücke erledigt sein und Anfang 2021 der Abbruch der alten Brücke folgen, schilderte Feller.

Dann steht der Neubau der Brücke an, sodass schließlich die Brückenbauteile auf ihre neuen Fundamente verschoben werden können. Die ursprünglich für September /Oktober 2021 vorgesehene Fertigstellung verschiebt sich allerdings um drei Monate. Hochwasser und eine umfangreiche Kampfmittelerprobung waren die Gründe für den Verzug, erklärte Feller. Möglichst vor Weihnachten solle der Verkehr dann fließen.

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