Mittwoch, Oktober 5, 2022

Positiv getestete Mitarbeiter: Krankenhaus Werne reagiert

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Wer­ne. Die wei­ter­hin stei­gen­den Zah­len infi­zier­ter Men­schen im Ein­zugs­ge­biet des St. Chris­to­pho­rus-Kran­ken­hau­ses führt dazu, dass die Ver­sor­gungs­ka­pa­zi­tä­ten für SARS-CoV‑2 erkrank­te Pati­en­ten deut­lich aus­ge­wei­tet wur­den. Gleich­zei­tig teil­te Stand­ort­lei­ter Lud­ger Ris­se am Mitt­woch mit, dass sich auch Kran­ken­haus-Mit­ar­bei­ter infi­ziert hät­ten. Maß­nah­men wur­den ergriffen.

„Das Coro­na-Virus macht natür­lich auch vor Mit­ar­bei­tern nicht Halt: So haben sich im pri­va­ten Umfeld Mit­ar­bei­ter infi­ziert, was dann in der Fol­ge dazu führ­te, dass auch im dienst­li­chen Umfeld umfas­sen­de Abstri­che erfolg­ten und eini­ge Mit­ar­bei­ter sich in häus­li­che Qua­ran­tä­ne bege­ben haben”, erklärt Lud­ger Risse.

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Die Gesamt­si­tua­ti­on führ­te zu der Ent­schei­dung, dass zunächst kei­ne plan­ba­ren Ope­ra­tio­nen durch­ge­führt wer­den und daher der­zeit auch kei­ne soge­nann­ten elek­ti­ven Pati­en­ten auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. „Die­se Ent­schei­dung ist uns natür­lich nicht leicht gefal­len”, beto­nen Ris­se und der Ärzt­li­che Direk­tor Dr. Franz Josef Heg­ge. Und wei­ter: „Wir bewer­ten die Situa­ti­on täg­lich neu. Wir wis­sen natür­lich auch, dass hin­ter jeder geplan­ten Ope­ra­ti­on auch ein Mensch steht, der mög­li­cher­wei­se noch län­ge­re Zeit mit Schmer­zen und auf den Ein­griff war­ten muss.”

Den­noch gehe die Sicher­heit vor, auch wenn es ein sehr aus­ge­klü­gel­tes Kon­zept im Vor­feld der Ope­ra­ti­on gibt, das Risi­ko wei­test­mög­lich zu sen­ken. „Aber auch die per­so­nel­le Situa­ti­on zwingt uns hier zu deut­li­chen Ein­schrän­kun­gen”, erläu­tert das Füh­rungs­team des St. Chris­to­pho­rus-Kran­ken­hau­ses. Zum vor­beu­gen­den Kon­zept gehö­re auch, dass am heu­ti­gen Mitt­woch (17. Novem­ber) und an den fol­gen­den zwei Tagen sämt­li­che Mit­ar­bei­ter auf das Virus getes­tet wer­den. Dazu ist eigens eine Abstrich­stel­le ein­ge­rich­tet wor­den. „Dass wir momen­tan die Test­ka­pa­zi­tä­ten dafür haben, ist erfreu­lich und somit ist es uns mög­lich eine Bestands­auf­nah­me zu machen, auch wenn wir durch­aus wis­sen, dass ein Test­ergeb­nis immer nur eine Moment­auf­nah­me dar­stellt”, heißt es in der Pressemitteilung

Die Ver­sor­gungs­ka­pa­zi­tä­ten für an SARS-CoV‑2 erkrank­te Pati­en­ten sind im Wer­ner Kran­ken­haus zudem deut­lich aus­ge­wei­tet wor­den. Die­ses gilt sowohl für den nicht inten­siv­pfle­ge­ri­schen Bereich, als auch für die Behand­lungs­plät­ze unter stren­ger Iso­la­ti­on auf der Inten­siv­sta­ti­on. So wur­den die Iso­la­ti­ons­plät­ze um einen wei­te­ren Sta­ti­ons­be­reich erwei­tert. Auch der Iso­la­ti­ons­be­reich auf der Inten­siv­sta­ti­on wur­de zunächst auf sechs Plät­ze erwei­tert, wel­che bei Bedarf ganz kurz­fris­tig wei­ter auf­ge­stockt wer­den kön­nen. „Noch gelingt es uns damit, der Ent­wick­lung immer einen Schritt vor­aus zu sein”, so der Ärzt­li­che Direk­tor Dr. Franz Josef Heg­ge und Stand­ort­lei­ter Lud­ger Ris­se. Die­ses bedin­ge natür­lich enor­me Anstren­gun­gen im Personalbereich.

„Wir haben schon im Früh­jahr Mit­ar­bei­ter von den all­ge­mei­nen Sta­tio­nen für Ein­sät­ze auf der Inten­siv­sta­ti­on geschult, so dass die­se auch jetzt in der Lage sind, dass dor­ti­ge Fach­per­so­nal qua­li­fi­ziert assis­tie­rend zu unter­stüt­zen. Den­noch wird es ein enor­mer Kraft­akt, wenn wir in die Situa­ti­on kom­men, die zusätz­lich geschaf­fe­nen Inten­siv­ka­pa­zi­tä­ten voll­ends nut­zen zu müs­sen”, so Pfle­ge­di­rek­tor Mario Bergmann.

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