Das Krankenhaus Werne hat eine eigene Abstrichstelle eingerichtet. Foto: Risse
Das Krankenhaus Werne hat eine eigene Abstrichstelle eingerichtet. Foto: Risse
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Werne. Die weiterhin steigenden Zahlen infizierter Menschen im Einzugsgebiet des St. Christophorus-Krankenhauses führt dazu, dass die Versorgungskapazitäten für SARS-CoV-2 erkrankte Patienten deutlich ausgeweitet wurden. Gleichzeitig teilte Standortleiter Ludger Risse am Mittwoch mit, dass sich auch Krankenhaus-Mitarbeiter infiziert hätten. Maßnahmen wurden ergriffen.

„Das Corona-Virus macht natürlich auch vor Mitarbeitern nicht Halt: So haben sich im privaten Umfeld Mitarbeiter infiziert, was dann in der Folge dazu führte, dass auch im dienstlichen Umfeld umfassende Abstriche erfolgten und einige Mitarbeiter sich in häusliche Quarantäne begeben haben”, erklärt Ludger Risse.

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Die Gesamtsituation führte zu der Entscheidung, dass zunächst keine planbaren Operationen durchgeführt werden und daher derzeit auch keine sogenannten elektiven Patienten aufgenommen werden können. „Diese Entscheidung ist uns natürlich nicht leicht gefallen”, betonen Risse und der Ärztliche Direktor Dr. Franz Josef Hegge. Und weiter: „Wir bewerten die Situation täglich neu. Wir wissen natürlich auch, dass hinter jeder geplanten Operation auch ein Mensch steht, der möglicherweise noch längere Zeit mit Schmerzen und auf den Eingriff warten muss.”

Dennoch gehe die Sicherheit vor, auch wenn es ein sehr ausgeklügeltes Konzept im Vorfeld der Operation gibt, das Risiko weitestmöglich zu senken. „Aber auch die personelle Situation zwingt uns hier zu deutlichen Einschränkungen”, erläutert das Führungsteam des St. Christophorus-Krankenhauses. Zum vorbeugenden Konzept gehöre auch, dass am heutigen Mittwoch (17. November) und an den folgenden zwei Tagen sämtliche Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Dazu ist eigens eine Abstrichstelle eingerichtet worden. „Dass wir momentan die Testkapazitäten dafür haben, ist erfreulich und somit ist es uns möglich eine Bestandsaufnahme zu machen, auch wenn wir durchaus wissen, dass ein Testergebnis immer nur eine Momentaufnahme darstellt”, heißt es in der Pressemitteilung

Die Versorgungskapazitäten für an SARS-CoV-2 erkrankte Patienten sind im Werner Krankenhaus zudem deutlich ausgeweitet worden. Dieses gilt sowohl für den nicht intensivpflegerischen Bereich, als auch für die Behandlungsplätze unter strenger Isolation auf der Intensivstation. So wurden die Isolationsplätze um einen weiteren Stationsbereich erweitert. Auch der Isolationsbereich auf der Intensivstation wurde zunächst auf sechs Plätze erweitert, welche bei Bedarf ganz kurzfristig weiter aufgestockt werden können. „Noch gelingt es uns damit, der Entwicklung immer einen Schritt voraus zu sein”, so der Ärztliche Direktor Dr. Franz Josef Hegge und Standortleiter Ludger Risse. Dieses bedinge natürlich enorme Anstrengungen im Personalbereich.

„Wir haben schon im Frühjahr Mitarbeiter von den allgemeinen Stationen für Einsätze auf der Intensivstation geschult, so dass diese auch jetzt in der Lage sind, dass dortige Fachpersonal qualifiziert assistierend zu unterstützen. Dennoch wird es ein enormer Kraftakt, wenn wir in die Situation kommen, die zusätzlich geschaffenen Intensivkapazitäten vollends nutzen zu müssen”, so Pflegedirektor Mario Bergmann.

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