Viel Arbeit steckten Musiklehrer Martin Henning und Jugendliche der Oberstufe in das Beethoven-Projekt. Foto: Alexandra Prokofev
Viel Arbeit steckten Musiklehrer Martin Henning und Jugendliche der Oberstufe in das Beethoven-Projekt. Foto: Alexandra Prokofev
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Werne. Ein Komponist mit Krakelschrift und Hörschwäche ist Thema eines großen Projekts im Gymnasium St. Christophorus (GSC). Nachdem zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen durch die Pandemie ausfallen mussten, ließen sich 24 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nicht nehmen, Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstages zu ehren. Und das mitten im Foyer ihrer Schule. Seit Anfang des Jahres arbeitet der Musik-Grundkurs am langersehnten Projekt, das er am Dienstag eröffnen konnte.

„Die Quarantäne fiel direkt in die Projektzeit, wir mussten uns die Inhalte zum Teil zuhause erarbeiten“, betont Schülerin Leonie Hillen, die an einer Videopräsentation gearbeitet hat. In verschiedenen Themenschwerpunkten wurden Aspekte aus Beethovens Leben präsentiert: Die Teilnehmenden analysierten Klavierstücke und übersetzten Beethovens komplizierte Schrift und seine Liebesbriefe. Auch das Heiligenstädter Testament, das erst nach Beethovens Tod gefunden wurde und seine Suizidgedanken behandelt, wird im Projekt thematisiert. Mit Videoinstallationen, Infotafeln und Ausstellungsstücken versucht der Kurs, Beethoven ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu holen – sowohl seine erfolgreichen Stücke als auch seine Verzweiflung durch den Hörverlust. Auch der Zusammenhang von Beethovens Werken und politischen Situationen wurde zusammengetragen.

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Eigentlich sollte die Ausstellung bereits im Frühjahr eröffnet werden. Im Zuge der Pandemie wurde sie verschoben. „Dafür haben wir jetzt eine Punktlandung. Beethoven wurde im Dezember geboren“, sagt Musiklehrer Martin Henning, gleichzeitig Leiter des Projekts. Die Ausstellung ist für Eltern und Geschwister zugänglich. Und auch die vorbeigehenden Schülerinnen und Schüler können die Ausstellung auf dem Weg zum Klassenraum bewundern – denn neben den Themen locken auch die leisen Sonette, die aus einem keinen Lautsprecher auf dem Ausstellungstisch spielen.

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