Die Schauspieler proben seit der ersten Augustwoche, teilweise zwei bis drei Mal die Woche, sieben Stunden am Stück. Foto: Freilichtbühne Werne
Die Schauspieler proben seit der ersten Augustwoche, teilweise zwei bis drei Mal die Woche, sieben Stunden am Stück. Foto: Freilichtbühne Werne
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Werne. Eine geheimnisvolle Insel an der Küste von Devon, zehn ahnungslose Besucher und ein Strick, der von der Decke baumelt: Die Freilichtbühne präsentiert ein Stück, das dieses Mal nicht für die ganze Familie geeignet ist. Statt einer Tierkonferenz oder einer Piratengeschichte gibt es am 13., 14. Und 15. November einen Krimi von Agatha Christie zu sehen. „Wir empfehlen das Stück ab 14 Jahren, es gibt aber keine offizielle Beschränkung“, teilt Marius Przybilla mit, der gemeinsam mit Holger Schulte die Regie übernimmt. Vor allem die anspruchsvolle Handlung und die „nicht so netten Morde“ seien Grund dafür.

Zehn sich fremde Männer und Frauen werden von einem geheimnisvollen Gastgeber auf eine englische Insel, die „Soldier Island“, eingeladen. Doch als die Gäste dort auftauchen, ist der Gastgeber scheinbar nicht vor Ort. Stattdessen gibt es einen Mord nach dem anderen und schon bald ist klar: Der Schuldige weilt unter den zehn Besuchern. „Es bleibt bis zum Schluss spannend und der Täter bis zuletzt unentdeckt“, schildert Przybilla. Die Besucher der Freilichtbühne sollten sich im wahrsten Sinne warm anziehen: Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr, bei schaurigem Novemberwetter, mit Fackeln und heißen Getränken.

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Die Karten können online unter www.fb-werne.de oder auf www.soldier-island.de reserviert und die Kontaktdaten dort eingegeben werden. Es werden 300 Personen zugelassen. „Das ist weniger als wir dürften, die Sicherheit hat für uns aber Priorität“, sagt Przybilla. Auch an den bekannten Vorverkaufsstellen können Karten abgeholt werden. Sollten die Vorstellungen aufgrund der Pandemie abgesagt werden, bekommen die Besucher, minus einer Bearbeitungsgebühr, das Geld erstattet.

Die Regisseure Marius Przybilla (links) und Holger Schulte (rechts) und Maximilian Falkenberg von der Freilichtbühne stehen beim diesjährigen Krimi selbst auf der Bühne. Foto: Alexandra Prokofev
Die Regisseure Marius Przybilla (links) und Holger Schulte (rechts) und Maximilian Falkenberg von der Freilichtbühne stehen beim diesjährigen Krimi selbst auf der Bühne. Foto: Alexandra Prokofev

Die Veranstalter haben sich bewusst für ein Stück mit nur zehn Schauspielern entschieden, damit die Kontaktmöglichkeiten möglichst gering bleiben. „Insgesamt sind etwa 20 Personen beteiligt, inklusive Kostümmachern und Technik“, teilt Maximilian Falkenberg von der Freilichtbühne mit. Auch die beiden Regisseure und Falkenberg übernehmen drei der zehn Rollen. Die Schauspieler proben seit der ersten Augustwoche, teilweise zwei bis drei Mal die Woche, sieben Stunden am Stück. Von leichten Schauern lassen sie sich nicht abhalten: So auch eine Person aus dem Schauspielteam, die während einer Probe bei laufendem Regen einen speziellen Gurt anlegt. Schon bald baumelt sie darin von der Bühnendecke. Mit dem Strick um den Hals.

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