Die St.-Christophorus-Kirche ist nicht mehr länger gemeinsamer Arbeitsplatz von Manfred Hojenski und Dechant Jürgen Schäfer (v.r.). Der Pastoralreferent wird Krankenhausseelsorger im St. Laurentius-Stift in Waltrop. Foto: Gaby Brüggemann
Die St.-Christophorus-Kirche ist nicht mehr länger gemeinsamer Arbeitsplatz von Manfred Hojenski und Dechant Jürgen Schäfer (v.r.). Der Pastoralreferent wird Krankenhausseelsorger im St. Laurentius-Stift in Waltrop. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Pastoralreferent Manfred Hojenksi verlässt nach 18 Jahren das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Christophorus und wechselt nach Waltrop. Im Krankenhaus St. Laurentius-Stift will er künftig als Seelsorger Patienten der Bereiche Geriatrie und Psychiatrie zur Seite stehen. Am 1. Oktober beginne sein Neuanfang dort, teilte der diplomierte Theologe und Sozialarbeiter am Dienstagnachmittag vor einer internen Verabschiedung im Pfarrheim im Beisein von Dechant Jürgen Schäfer mit. „Ich gehe nicht einfach weg, ich gehe wohin“, schilderte Hojenski, dass er sich nach Jahren der gemeindlichen Seelsorge und den damit verbundenen, vielfältigen Aufgaben nun auf die Begleitung von Krankenhauspatienten konzentrieren möchte.

„Es war eine spannende Zeit, seit 2002 war kein Jahr gleich, es gab viele große Veränderungen“, blickte er auf die knapp zwei Jahrzehnte in St. Christophorus zurück. Pfarrdechant Jürgen Schäfer benannte die „offene Flanke“, die der Pastoralreferent hinterlässt. „Das hat uns wie ein Schlag getroffen, davon sind wir nicht ausgegangen“, räumte er ein. Nach dem ersten „Schock“ sei aber auch Verständnis für die Entscheidung Hojenskis entstanden, noch einmal einen anderen Weg zu beschreiten.

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Doch die Suche nach einem Nachfolger für ihn, der laut Schäfer als einziger Pastoralreferent mit einer Vollzeitstelle ausgestattet ist, dürfte sich schwierig gestalten. Und so blickt der Dechant mit Sorge auf eine Neubesetzung Personalie. „Wir stehen in Verhandlungen mit dem Bistum“, sagte er. Allerdings seien viele Pastoralreferenten schon kurz vor der Rente und die Zahl möglicher Nachrücker überschaubar, hieß es sinngemäß. Entweder gebe es eine Nachbesetzung oder die Stelle werde gestrichen, schildert der Dechant die Konsequenz. Ehrenamtliche Kräfte aus der Gemeinde hätten schon Unterstützung signalisiert. „Wir müssen gucken“, hieß es.

Er wolle ja auch kein Unheil anrichten, meinte der scheidende Pastoralreferent. Die Arbeit werde sich im guten Sinne neu gestaltet, auch wenn einer gehe, zeigte er sich überzeugt. Jürgen Schäfer sieht ohnehin Veränderungen auf die Gemeinde zukommen, auch wegen Corona. Welche Bedarfe gibt es künftig, welche Gruppen bleiben bestehen? Zudem stehe der Bau der Zentralrendantur kurz vor der Vollendung und Stellen für Verbund- und Verwaltungsleitung seien geschaffen worden, wies Schäfer beispielhaft auf aktuelle Entwicklungen hin. Die Kinderkirche St. Konrad und die „Kita als Lernort des Glaubens“, sind weitere Aufgaben, denen man sich widmet.

Etwa 2000 Jugendliche hat Manfred Hojenski in seiner Zeit in Werne auf die Firmung vorbereitet, eine Zahl die ihn rückblickend selbst überraschte. Zeitweise hat er in fünf Werner Schulen gleichzeitig die Schulseelsorge übernommen, war zuletzt in der Marga-Spiegel-Schule und zum Teil in der Wiehagenschule tätig. Zu seinen Aufgaben zählten Beisetzungen und Besuche in den drei Altenheimen ebenso wie der ökumenische Gottesdienst im Sim-Jü-Zelt. Seit Jahren kümmerte er sich zudem um Homepage, E-Mails, Pfarrbriefe und mehr. Seiner Liebe zur Musik kann Manfred Hojenski, der in seiner Zeit in St. Christophorus zwei Chöre und eine Band betreute, auch in dem als „singendes Krankenhaus“ ausgezeichneten Laurentius-Stift nachgehen. Seinem Wohnort Werne bleibt er mit seiner Familie aber treu und plant keinen Umzug nach Waltrop.

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