Taner Cegit vom Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna und die Beratungsstellen der Verbraucherberatung informieren über die neue Kampagne „Mach Dein Passwort stark!“. Foto: Volkmer
Taner Cegit vom Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna und die Beratungsstellen der Verbraucherberatung informieren über die neue Kampagne „Mach Dein Passwort stark!“. Foto: Volkmer
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Werne. Cybercrime-Delikte richten jährlich Schäden in Millionenhöhe an. Allein im vergangenen Jahr bezifferte das Landeskriminalamt (LKA) die Schäden, die durch Cybercrime verursacht wurden, auf rund 18,7 Millionen Euro. Um vor Cyber-Kriminalität zu schützen, setzen sich das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale NRW gemeinsam mit der Polizei NRW für mehr Sicherheit im Internet ein.

Ob 1234567 oder 111111 – solche Zahlenreihen gehören zu den am häufigsten genutzten Passwort-Codes. Doch was sich leicht merken lässt, macht es auch Cyberkriminellen leicht, die Zugangsdaten zu hacken. Und damit dann persönliche Daten abzugreifen, Bankkonten zu plündern, auf fremde Rechnung auf Online-Shopping-Tour zu gehen oder Fake-Profile in sozialen Medien anzulegen.

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Im Rahmen der vom Landeskriminalamt NRW initiierten Kampagne „Mach Dein Passwort stark!“ macht sich auch die Verbraucherzentrale in Kamen gemeinsam mit dem Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna dafür stark, Datendiebe auf Abstand zu halten. In den Verbraucherzentralen in NRW mehren sich Anfragen, weil persönliche Daten abgegriffen und damit Bankkonten geplündert oder Onlineshopping-Touren auf fremde Rechnung unternommen wurden. „Ein starkes Passwort hilft dabei, Menschen vor Identitäts-Diebstahl zu schützen“, sagt Kriminalkommissar Taner Cegit vom Kommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna.

Für den Passwort-Sicherheitscheck gibt es folgende Tipps:

Eselsbrücken bauen: Für den Bau eines Passworts sollte ein Satz überlegt werden, der einem immer wieder einfallen wird. Davon gilt es dann nur den ersten Buchstaben der einzelnen Wörter sowie die Satzzeichen zu nutzen. Auf diese Weise wird etwa der Satz „2 blaue, kleine Pferde lesen Kaffeesatz auf dem Ausflugsdampfer.“ zum Passwort: 2b,kPlKadA. Am besten ist, wenn ein solcher Satz frei erfunden wird – und nicht etwa aus einem Liedtext oder einem Zitat stammt.

Variationen meiden: So bequem es auch sein mag: Die eigenen Eselsbrücken- Passwörter sollten nicht für mehrere Dienste genutzt werden! Selbst Varianten wie Eb,kPlKadA.-E-Mail fürs E-Mail-Konto und Eb,kPlKadA.-PC für den Login am Computer werden von Fremden leicht erraten. Je sensibler ein Zugang ist, etwa beim Online-Banking, umso mehr Sorgfalt sollte man bei der Auswahl eines starken Passworts walten lassen.

Passwort-Manager nutzen: Komplizierte Passwörter erstellen, für jedes Nutzerkonto ein eigenes anlegen und sich diese gut merken: Dabei können Passwort-Manager eine gute Hilfe sein. Im Internet gibt es diverse Software, um Passwörter verwalten und verschlüsselt speichern zu können. Hierzu muss ein zentrales Passwort gewählt werden, mit dem sich die Software starten und die gespeicherten Passwörter anzeigen lassen. Dieses so genannte Master-Passwort sollte ganz besonders sicher sein, am besten mit 20 Zeichen oder mehr. Selbstverständlich sollte es nicht an Dritte weitergegeben und sicher verwahrt werden. Auch sollte der Passwort-Manager nicht auf ungeschützten, fremden Geräten genutzt werden, die mit Schadsoftware infiziert sein könnten.

Abstand von persönlichen Angaben: Indem Cyberkriminelle Social Media-Profile analysieren, können sie dort platzierte Daten wie Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern oder Ähnliches abgreifen. Diese personenbezogenen Daten sind häufig dann das erste, was sie ausprobieren, wenn sie sich in fremde Konten einloggen wollen. Ein sicheres Passwort nimmt also Abstand von der Kombination mit persönlichen Informationen wie dem Hochzeitstag oder dem Geburtsdatum der Kinder.

Die Verbraucherberatungen bieten wie auch das Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna auf Wunsch zu dem Thema weitere Informationen und auch Vorträge an.

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