In der Kita St. Sophia in Stockum ist eine Übergangslösung zumindest für zwei Gruppen gefunden worden. Foto: Volkmer
In der Kita St. Sophia in Stockum ist eine Übergangslösung zumindest für zwei Gruppen gefunden worden. Foto: Volkmer
Anzeige

Stockum. In der katholischen Kindertagesstätte St. Sophia an der Kirchstraße in Stockum werden in Kürze die Handwerker anrücken und mit der Sanierung des hinteren Gebäudeteils beginnen. Hier soll alles für die Rückkehr von zwei Kita-Gruppen vorbereitet werden, teilte Steffi Heider, Verbundleitung in der Pfarrei St. Christophorus, am Freitag im Gespräch mit WERNEplus mit.

Leider musste eine Elternversammlung zum Thema buchstäblich in letzter Minute wegen eines Corona-Falles in der Elternschaft abgesagt werden, bedauerte Heider, die um den großen Informationsbedarf der Eltern weiß. Während des aktuellen Lockdowns sei aber nun auch im November eine Vollversammlung nicht mehr möglich, beschrieb sie das Dilemma. Wohl aber werde man in der kommenden Woche den Elternbeirat einladen. Neben Heider werden Kita-Leiterin Martina Stolte, ein Vertreter des Jugendamtes und der Baubiologe, der die Sanierung der Räumlichkeiten begleitet, für Fragen zu Verfügung stehen. „Wir haben uns das alle nicht ausgesucht“, bedauert sie mit Blick auf die Entwicklung.

Anzeige

Zur Erinnerung: Im Sommer 2019 mussten in der Stockumer Kita die Umzugskartons gepackt werden. Grund war ein Wasserschaden im 2012 errichteten Anbau an der Vorderseite der Einrichtung. Daraufhin kam die Vier-Gruppen-Kita im evangelischen Gemeindezentrum an der Brucknerstraße unter. Hier hatte man hilfsbereit Platz gemacht, als Steppkes und pädagogisches Team plötzlich ohne Dach über dem Kopf dastanden. Dafür sei man immer noch sehr dankbar“, betonte Heider.

Doch noch während sich das Verfahren um die Ursachen des Wasserschadens bis heute hinzieht, ist auch diese Übergangslösung zumindest für zwei Gruppen nicht mehr von Dauer. So läuft die befristete Erlaubnis für die Betreuung von vier Kita-Gruppen im evangelischen Gemeindezentrum aus, hatte der Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL) im Sommer mitgeteilt, so Heider. Will heißen: Für zwei Kita-Gruppen muss eine neue Lösung gefunden werden.

Das geschieht jetzt mit der Sanierung der rückwärtigen Räume in dem Bestandsgebäude. Und damit geht man einen wichtigen Schritt in Richtung Dauerlösung. Architekt und Baubiologe haben in Rücksprache mit dem LWL und dem Jugendamt ein Sanierungskonzept für eine sichere Kinderbetreuung in den Räumen erstellt. Ein neu angelegter Weg wird zum Eingang an der Rückseite führen. Mit Hilfe von Trennwänden und unter Hinzunahme der Turnhalle werde man Platz für die beiden Gruppen schaffen. Die vorhandene Küche kann man nutzen und ein Sanitärcontainer wird direkt an die Räumlichkeiten angebunden. Der schöne Außenbereich steht abgesehen von einer kleinen Teilabsperrung für die Bauarbeiten an dem beschädigten Anbau zu Verfügung.

Die Unterlagen für die Genehmigung des Sanierungskonzeptes liegen beim Gesundheitsamt, schilderte Steffi Heider, und hofft in der nächsten Woche auf einen positiven Bescheid. Die Gesundheitsbehörde habe aber schon signalisiert, dass der Architekt mit den Ausschreibungen für Gewerke parallel beginnen könne.

Wann die Arbeiten an dem „Anbau mit Dachschaden“ starten können, ist wegen des noch laufenden Verfahrens aktuell ungewiss.

Anzeige