In der Kita
In der Kita Auf dem Berg gibt es einen Coronafall. Foto: Wagner
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Werne. Keine obligatorische Übernachtung in der Kita, keine stimmungsvolle Abschiedsfeier – die Vorschulkinder leiden besonders unter der Corona-Pandemie und den seit Mitte März geschlossenen Einrichtungen. Morgen, Donnerstag, dürfen die „Maxis“ in Werne aber zurück, sie freuen sich auf ihre Freunde und ihre Erzieherinnen, auf die sie so lange verzichten mussten.

In der Kita „Auf dem Berg“, betrieben von der Jugendhilfe Werne, tummelten sich vor Corona exakt 100 Mädchen und Jungen – von den ganz Kleinen bis eben zu den Vorschulkindern. In der Notbetreuung befanden sich bis jetzt 18 Schützlinge. Nun kommen diejenigen hinzu, die nach den Sommerferien eingeschult werden. „Aber nicht alle Eltern bringen ihre Kinder, sie wollen noch die Entwicklung abwarten. Wir rechnen mit rund 20 statt 24 Mädchen und Jungen“, berichtet Silke Möller, Leiterin der Kita „Auf dem Berg“.

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Zwei Prinzipien leiten Möller und ihr Team: „Vorrang hat die Gesundheit aller großen und kleinen Menschen in der Kita. Dazu kommt das Ziel, die Familien weitgehend zu entlasten.“ Sie sieht die Einrichtung gut auf die erste Öffnung vorbereitet. Die Kinder der Notbetreuung hätten die Corona-Spielregeln gut umgesetzt. „Es klappt wunderbar mit den Kids. Sie sind alle sehr unkompliziert“, freut sich Silke Möller.

Und so sehen die „Spielregeln“ aus: Zum einen müssen Kinder mit Erkältungssymptomen zwingend zuhause bleiben. Die Schützlinge werden an verschiedenen Eingängen und zu unterschiedlichen Zeiten in Empfang genommen, damit kein Pulk entsteht. Die Eltern haben Zutrittsverbot. „Wir haben mit allen Eltern mehrere Telefongespräche geführt, um sie umfassend zu informieren“, erklärt die Kita-Leiterin.

Nach der Ankunft geht es zunächst in den Waschraum, wo unter Anleitung der Erzieherinnen die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Bis zu der geplanten weiteren Öffnung ab dem 8. Juni bleiben die Vorschulkinder stets in den gleichen Gruppen zusammen. „Unser Konzept besagt eigentlich, dass sich die Mädchen und Jungen überall bewegen dürfen. Das gibt es nun erst einmal nicht mehr“, sagt Möller. Die Bereiche im Innen- und Außenbereich sind durch Flatterbänder kenntlich gemacht. Im Laufe des Tages stehen immer wieder Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sowie das Desinfizieren von Stühlen und Tischen an.

An ErzieherInnen mit Masken müssen sich die Kinder nicht gewöhnen. „Uns ist es wichtig, dass sie in vertraute Gesichter blicken. Die Mimik ist für die Kleinen von großer Bedeutung“, so Silke Möller, die seit 30 Jahren in der Einrichtung arbeitet, weiter. Auf die Frage, ob die Öffnung der Kitas in NRW vielleicht zu früh komme, hat sie eine klare Antwort: „Für die Kinder ist es nie zu früh. Ihnen fehlen einfach die sozialen Kontakte.“

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