Der angekündigte Lockdown im November hat schwere Konsequenzen für die heimische Gastronomie, unter anderem für das Strobels im Solebad. Foto: Wagner
Der angekündigte Lockdown im November hat schwere Konsequenzen für die heimische Gastronomie, unter anderem für das Strobels im Solebad. Foto: Wagner
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Werne. Die Gastronomen und viele Dienstleister in Werne müssen wegen des neuerlichen Lockdowns im November ihre Läden schließen. Um auch weiterhin für ihre Kunden da zu sein, weist David Ruschenbaum von Werne Marketing auf den seit März bestehenden Lieferservice hin. Unter dem Motto „Werne bringt’s – Wir sind für Sie da!“ finden Interessierte hier Werner Unternehmen, die einen Lieferservice anbieten.

„Sie bestellen telefonisch oder online und der Einkauf kommt bequem zu Ihnen nach Hause! Sie haben Lust auf etwas Leckeres? Dann nutzen Sie auch den Lieferservice der Gastronomie oder den Außer-Haus-Verkauf”, so David Ruschenbaum.

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Strobels winterfestes Zelt in der Warteschleife

Mit einem 200 Quadratmeter großen, winterfesten Zelt wollte die Solebad-Gastronomie des Strobels wie berichtet einen Teil des Biergartens überdachen und so hinter dem Restaurant zusätzlich rund 50 Plätze schaffen. Eigentlich sollte der voluminöse Zeltbau, ausgestattet mit einem leistungsfähigen Heizungs- und Lüftungssystem und gemütlichem Ambiente, am 6. November für die Gäste öffnen. Nach den neuen bundesweiten Corona-Auflagen, die die Schließung von Gaststätten, Restaurants und anderen Gastronomiebetrieben vorschreiben, wird daraus vorerst nichts. „Im Moment müssen wir die Entwicklung einfach abwarten“, sagte Björn Lepke heute im Gespräch mit WERNEplus zum Stand der Dinge.

So wollte man morgen mit dem Einziehen der Zeltplanen beginnen und wird angesichts der ungewissen Situation aber darauf verzichten, hieß es. Wie in den meisten Gastronomiebetrieben hatte man auch für das Strobels ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt, um Gästen wie Mitarbeitern möglichst viel Sicherheit vor Ansteckung zu bieten. „In der Gastronomie gibt es im Vergleich zu privaten Feiern eher weniger Infektionen“, berief sich Lepke auf Erkenntnisse des Robert Koch Instituts.

Über die Zeit nach den zunächst für November verhängten Maßnahmen will er nicht spekulieren und noch viel weniger Vorabentscheidungen treffen. Von dem Konzept, das Winterzelt in der kalten Jahreszeit für den Gastbetrieb zu nutzen, zeigte er sich aber nach wie vor überzeugt. Dabei ziehen die Solebad-GmbH als Erbauer und das Strobels als Pächter des Zeltes an einem Strang. „Das scheint eine gute Lösung zu sein.“ Gleichwohl müsse man das tatsächliche Gastverhalten abwarten, denn damit habe man ja noch keine Erfahrung, räumte er ein. Für die Mitarbeiter greift nun wieder die Kurzarbeit. Im Sommer hatte sich die wirtschaftliche Situation dank des großen Biergartens zwar etwas entspannt, dennoch musste man rückläufige Umsatzzahlen hinnehmen, schilderte er die schwierige Lage.

Wittenbrink´s Hof kehrt zu Außerhausverkauf zurück

„Das ist nicht gut, denn es liegt nicht an der Gastronomen“, kommentierte Gerda Wittenbrink gegenüber WERNEplus die neuerlichen, coronabedingten Schließungen für die Gastronomiebranche. „Aber wir müssen uns fügen und werden wieder zur Kurzarbeit und zum Außerhausverkauf zurückkehren“, sagt die Chefin des Restaurants „Wittenbrink´s Hof“ an der Varnhöveler Straße. Der seit Generationen von der Familie Wittenbrink geführte Gastronomiebetrieb zählt zu den beliebten Adressen mit gutbürgerlicher Küche im Münsterland. Bis zu 150 Gäste können in Restaurant, Wintergarten und Biergarten bewirtet werden und hier ihre Familienfeiern oder Firmenevents feiern. Dafür stehen der große Saal und Clubraum zur Verfügung. Nachdem man im Sommer wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt war, müssen nun viele für November bereits gebuchte Termine wieder abgesagt werden. An den Wochenenden werde man wie schon beim ersten Lockdown wieder den Abverkauf ab Haus anbieten, sagte Gerda Wittenbrink.

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