Auf dem Foto (von rechts): Tim Buschmann (Produktmanager Zimmertüren der HUGA KG), Ralf Sudmann, Torsten Ernst, Dr. Bodo Bernsdorf (Löschzugführer Löschzug 1 Stadtmitte), Mathias Grauer (Werkleiter / Geschäftsführer der Hörmann KG Werne), Stadtbrandinspektor und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne, Thomas Temmann. Foto: Feuerwehr Werne.
Auf dem Foto (von rechts): Tim Buschmann (Produktmanager Zimmertüren der HUGA KG), Ralf Sudmann, Torsten Ernst, Dr. Bodo Bernsdorf (Löschzugführer Löschzug 1 Stadtmitte), Mathias Grauer (Werkleiter / Geschäftsführer der Hörmann KG Werne), Stadtbrandinspektor und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne, Thomas Temmann. Das Foto entstand vor der Einführung der Maskenpflicht in der Innenstadt. Foto: Feuerwehr Werne.
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Werne (ots) – Wenn es um die Rettung eingeschlossener Personen geht oder um einemn medizinischen Notfall hinter einer verschlossenen Tür, zählt jede einzelne Sekunde. Häufig gibt es keine Alternative, als den Einsatzkräften von Feuerwehr oder Rettungsdienst den Zugang zu einem Haus oder Wohnung über eine hoch gesicherte Türe zu verschaffen. In diesem Fall wird die Wohnungs- oder Haustür mit speziellem Werkzeug geöffnet. Damit im Einsatz jeder Handgriff sitzt und keine unnötige Zeit verloren geht, braucht ein Feuerwehrangehöriger das passende Übungsumfeld, um sich die richtige Technik und Taktik aneignen zu können. Das Schaffen einer Zugangsöffnung wurde bisher eher theoretisch im Rahmen der Übungsabende vermittelt.

Diese Problematik hatte der Kamerad Ralf Sudmann, der im Löschzug 1 Stadtmitte aktiv ist, erkannt. Hauptberuflich arbeitet er als Schlosser im Bereich Brandschutzzargen und ist zusätzlich als Brandschutzbeauftragter im Hörmannwerk tätig. Kurzerhand stellte er den Kontakt zur Geschäftsführung her und konnte so als ehrenamtlicher freiwilliger Feuerwehrmann Mathias Grauer, Werkleiter und Geschäftsführer der Hörmann KG Werne, für seine Idee einer „Übungstür“ gewinnen. Es wurde eine Stahlzarge in feuerwehrrot ausgewählt.

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Tim Buschmann (Produktmanager Zimmertüren der HUGA KG) stellte zusätzlich eine technisch geeignete Tür bereit. Die passende Wohnungseingangstür der Klimaklasse 3 von der HUGA in Gütersloh (ebenfalls ein Hörmann Werk) rundete das Paket ab. Die Dreipunktverriegelung und die außenliegenden VX Sicherheitsbänder in Edelstahl bilden nun eine moderne und realistische Übungsbasis für die heimischen Feuerwehrleute.

Um nun aus dem gestifteten Rahmen, Zarge und der Tür ein geeignetes Übungsobjekt zu errichten, konnte im Löschzug 1 Stadtmitte auf den gelernten Tischler und langjährig gewählten Gruppenführer Torsten Ernst zurückgegriffen werden. In circa 30 Stunden wurde in mühevoller Handarbeit eine witterungsbeständige Siebdruckplatte als Unterbau erstellt. Diese stabile Konstruktion in Form einer EURO-Palettenaufnahme dient dafür das Übungsobjekt leicht und sicher mit einem Gabelstapler oder einem Palettenrollwagen transportieren zu können. Aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen bei geöffneter Tür wurde eine Abspannung mit Stahlseilen angebracht. Ebenfalls wurden diverse Kleineisenteile erstellt sowie die Zarge mit dem Rahmen fest verschraubt und fachmännisch ausgeschäumt.

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne, Stadtbrandinspektor Thomas Temmann, bedankte sich im Rahmen einer kleinen Übergabe für diese Sachspende. Dank der Sachspende der hiesig ansässigen Firma Hörmann kann nun die Feuerwehr das Öffnen von Haus- und Wohnungstüren unter realitätsnahen Bedingungen trainieren.

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