Am bischöflichen Gymnasium St. Christophorus gibt es einen positiven Coronafall. Foto: Kreativshooting / T. Schütte
Am bischöflichen Gymnasium St. Christophorus gibt es einen positiven Coronafall. Foto: Kreativshooting / T. Schütte
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UPDATE: Dienstag, 10. November:

Die Schulleitung des Anne-Frank-Gymnasiums erhielt am Montagabend neue Informationen vom Gesundheitsamt und brachte die Eltern umgehend auf dem neuesten Stand. Demnach konnten die Schülerinnen und Schüler der Q2 des Gymnasiums St. Christophorus (GSC) die Quarantäne sofort verlassen, die mit dem positiv Getesteten nicht in Verbindung gestanden haben, also keinen gemeinsamen Kurs besucht hatten.

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Damit sei die Regelung, dass gesunde Geschwisterkinder von in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler ebenfalls zuhause bleiben mögen, nicht mehr aufrecht zu erhalten. Sie dürfen ab sofort wieder die Schule besuchen, heißt es in der Elterninformation weiter.

„Die Unannehmlichkeiten sind zu bedauern. Allerdings sind diese der dynamischen Lageentwicklung geschuldet”, wird die Schulleitung mit Marcel Damberg und Thorsten Kluger zitiert.

Montag, 9. Dezember:

Werne. Das Gymnasium St. Christophorus meldet den ersten Coronafall. Ein Schüler aus der Oberstufe (Q2) hat sich am Freitag testen lassen und ist am Samstagabend vom Gesundheitsamt über seine Erkrankung informiert worden. Als Konsequenz sind die 103 Schüler aus dem Jahrgang seit Montag in Quarantäne.

Neben den Jugendlichen müssen auch vier Lehrer bis zum 19. November in die häusliche Quarantäne. Da der Schüler zudem in einem Leistungskurs lernt, an dem ebenso Schüler des benachbarten Anne-Frank-Gymnasiums teilnehmen, gilt für diese auch ab sofort Distanzunterricht. Dies sind normalerweise fünf Schüler, in der vergangen Woche fehlte einer davon, sodass nun vier in Quarantäne sind. „Wir haben es zudem als notwendig angesehen, auch die Geschwisterkinder zu bitten, vorläufig nicht in die Schule zu kommen. Das gibt uns die Gelegenheit, die Sache zu entschleunigen und zu beobachten“, teilte AFG-Schulleiter Marcel Damberg auf Anfrage mit.

„Es ist nicht unwahrscheinlich, dass da noch etwas nachkommt“, vermutet St. Christophorus-Schulleiter Thorsten Schröer. Denn eine weitere Person wartet derzeit noch auf ein Testergebnis. Beim erkrankten Schüler aus dem aktuellen Abijahrgang zeigten sich laut Aussage des Schulleiters erste Symptome am Donnerstagabend, am Freitag kam der Schüler dann wegen Fieber, Husten und Halsschmerzen gar nicht erst zur Schule, sondern konsultierte einen Arzt.

Nachricht vom Gesundheitsamt am Samstagabend

Am Samstagabend habe der Schüler dann erfahren, dass er positiv getestet wurde und direkt die Schule kontaktiert. Schröer reagierte sofort und informierte den betroffenen Jahrgang, damit die Schüler am Montag gar nicht erst in die Schule kommen. Noch am Sonntag erfolgte die Anweisung des Gesundheitsamtes, sodass der Schuleiter den Jahrgang erneut kontaktierte, um mitzuteilen, dass sich die gesamte Stufe bis zum 19. November in Quarantäne begeben muss.

Immerhin gibt es bei dem ersten Coronafall am Gymnasium auch eine gute Nachricht. „Viele Kollegen hatten in der letzten Woche glücklicherweise keinen Kontakt zu dem Schüler, so dass ich nur verhältnismäßig wenig Lehrer in Quarantäne schicken musste“, sagte Schröer am Montag durchaus erleichtert.

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