Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Foto: ADFC
Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Foto: ADFC
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Werne. Hat Werne ein Herz fürs Rad? Macht das Radfahren in Werne Spaß oder ist es Stress? In der Zeit vom 1. September bis 30. November läuft die große Online-Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2020. In dieser Zeit kann jeder auf der Webseite www.fahrradklima-test.adfc.de an der Umfrage teilnehmen. Alle zwei Jahre fragt der Fahrradclub ADFC mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Radfahrenden in ganz Deutschland, wie es um die Fahrradfreundlichkeit der Städte und Gemeinden bestellt ist. Es handelt sich um die größte Umfrage dieser Art.

Beim letzten Fahrradklimatest vor zwei Jahren konnte für Werne kein Ergebnis veröffentlicht werden, weil nicht genug Menschen bei der Befragung mitgemacht haben. „Damit Werne sich diesmal mit anderen Städten vergleichen kann, wollen wir als IR und als ADFC-Ortsgruppe Werne für die Umfrage diesmal so gut wir können die Werbetrommel rühren“, sagt Holger Bergemann, Sprecher der Initiative Radverkehr in Werne (IR). Und Winfried Hoch, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Werne, ergänzt: „Die rege Teilnahme an der Radverkehrsumfrage der Ruhrnachrichten vor wenigen Wochen stimmt uns optimistisch, dass es Werne diesmal in die Wertung schafft.“

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Um ein fundiertes Ergebnis zu erzielen, müssen in Werne allerdings mindestens 50 Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilnehmen. Bergemann weiter: „Viele Werner Politikerinnen und Politiker bekunden ja im aktuellen Wahlkampf, den Radverkehr in den kommenden Jahren fördern zu wollen. Vor diesem Hintergrund sind wir gespannt auf die Werner Ergebnisse beim ADFC-Fahrradklima-Test. Denn wenn die Politik es ernst meint mit der Radverkehrsförderung in unserer Stadt, dann wird sich dies in der Werner Gesamtnote im Lauf der Zeit hoffentlich positiv niederschlagen!“

In den 27 Fragen geht es in diesem Jahr unter anderem darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, welchen Stellenwert das Radfahren in der Stadt genießt und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert.

Das Radfahren in Zeiten von Corona ist denn auch der diesjährige Themenschwerpunkt der Umfrage. Rebecca Peters, stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende, sagt: „Corona hat auf einen Schlag viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder lange nicht mehr gemacht haben. Uns interessiert sehr, wie diese Neuaufsteiger das Radfahren wahrnehmen. Macht es Spaß? Ist es Stress? Was muss verbessert werden?“ Die Einschätzungen der routinierten Radfahrerinnen und Radfahrer sind natürlich genauso wichtig. Je mehr Leute mitmachen, desto besser! Denn je vielstimmiger die Rückmeldungen sind, desto klarer kann eine Kommune einschätzen, wo sie noch besser und einladender zum Radfahren werden kann.

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Das Städteranking und die detaillierte Notenvergabe der Radfahrenden haben sich als wichtiges Zufriedenheitsbarometer für fahrradfreundliche, lebenswerte Städte etabliert.

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