Verwirrung gibt es um die Horster Straße. Während die Stadt mit einem Ende der Baustelle Ende Oktober rechnet, plant Westnetz diese bis Ende des Jahres. Foto: Wagner
Verwirrung gibt es um die Horster Straße. Während die Stadt mit einem Ende der Baustelle Ende Oktober rechnet, plant Westnetz diese bis Ende des Jahres. Foto: Wagner
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Werne. Verwirrung herrschte rund um die Baustelle an der Horster Straße. Ein Kommunikationsproblem zwischen Versorger Westnetz und der Stadt Werne war aufgetreten. Dass die Maßnahme, wie Westnetz am Donnerstag auf Anfrage von WERNEplus mitteilte, bis Ende des Jahres 2020 geplant sei, überraschte Abteilungsleiter Straßen und Verkehr, Adrian Kersting, im Stadthaus. Er holte die ausführenden Firmen an den Tisch und konnte am frühen Abend Entspannung melden.

Aber der Reihe nach. Sowohl Goerdelerstraße als auch Horster Straße sind derzeit vom Hansaring aus nicht zu befahren, denn die beiden parallel laufenden Straßen sind wegen Bauarbeiten an Versorgungsleitungen halbseitig gesperrt. Nur die Ausfahrt auf den Hansaring ist möglich. Die Verkehrsbehinderungen durch die doppelten Maßnahmen stellen die Geduld der Anlieger auf eine harte Probe.

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An der Horster Straße hatte Gelsenwasser den Schaden an der Wasserleitung nach dem Rohrbruch nach Aussage eines Mitarbeiters schnell behoben. Veranwortlich für die Baustelle ist inzwischen Versorger Westnetz. Sprecherin Judith Meuter erklärte: „Wir erneuern die Gasleitung und eine 400-Volt-Stromleitung. Das hat nichts mit dem Wasserrohrbruch zu tun.” Die Bauarbeiten seien bis Ende des Jahres terminiert.

„An der Horster Straße fangen wir quasi erst an. Dafür sind wir an der Goerdelerstraße schon weiter und werden wohl eher fertig. Die Hauptleitungen sind verlegt. Es müssen noch Oberflächen wieder hergestellt werden”, berichtete Meuter.

Gearbeitet wird an der Horster Straße nicht mehr an den Folgen des Wasserrohrbruchs. Foto: Wagner
Gearbeitet wird an der Horster Straße nicht mehr an den Folgen des Wasserrohrbruchs. Foto: Wagner

„Wir haben der Tiefbaufirma auf Antrag für die Maßnahmen von Westnetz im Zuge des Rohrbruchs eine verkehrsrechtliche Anordnung bis Ende Oktober erteilt. Eine weitere Maßnahme hätten wir gar nicht genehmigt, solange die Goerdelerstraße nicht wieder frei ist. Da bin ich schon sehr überrascht”, beklagte Adrian Kersting eine unzureichende Informationspolitik von Westnetz. Man müsse sich dringend zusammensetzen, um die Absprachen zu verbessern. Die Bürgerinnen und Bürger müssen mit mehr Vorlauf informiert werden, stellte Kersting klar.

Gespräche mit ausführenden Firmen bringen Verbesserungen

Angesichts der Verwirrung um die geplante Baumaßnahme an der Horster Straße, schaffte es Adrian Kersting, Vertreter der beiden ausführenden Firmen (Goerdelerstraße/Horster Straße) am Donnerstagnachmittag zum Krisengespräch an einen Tisch zu holen. Das sind die Ergebnisse:

Einbahnstraßenregelung: Ab Freitag soll die Horster Straße über den Hansaring erreichbar gemacht werden, während die Goerdelerstraße wie gehabt in umgekehrter Richtung befahrbar bleibt.

Goerdelerstraße: Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für kommenden Dienstag, 27. Oktober, geplant. „Der Asphalt kommt am Montag. Wenn es nicht in Strömen regnet, wird die Goerdelerstraße dann tags darauf wieder komplett frei sein”, so Adriian Kersting.

Horster Straße: Anfang der Woche soll der Kreuzungsbereich mit dem Hansaring wieder in beiden Richtungen frei sein. Für die Verkehrssicherung werde schließlich im weiteren Straßenverlauf eine Baustellenampel installiert.

Bis dahin ist die Horster Straße über den Ostring, Breielstraße und Dornberg zu erreichen. Dort fehlten zwei Hinweisschilder, die die Autofahrer weiter zur Goerdeler Straße leiten sollten, erläuterte Adrian Kersting. Das sorgte für Verwirrung bei Paketzustellern, aber auch Anwohnern. Auch diese mangelhafte Beschilderung sei Thema im Krisengespräch gewesen.

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