Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher etwas nachlässiger. Es landen Störstoffe in der Tonne. Darauf will die Aktion aufmerksam machen. Foto: Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH
Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher etwas nachlässiger. Es landen Störstoffe in der Tonne. Darauf will die Aktion aufmerksam machen. Foto: Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH
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Herbern. In die Biotonne gehören weder Kunststoffbeutel noch so genannte biologisch abbaubare Folienbeutel. Daher beginnen Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) ab kommendem Donnerstag, 9. Juli, im Auftrag der Gemeinde Ascheberg vor der Leerung der Biotonnen – manchmal auch unmittelbar danach – mit dem Anbringen eines Aufklebers auf den Tonnen.

Dieser soll die Bürgerinnen und Bürger daran erinnern, dass kein Kunststoff in die Biotonne gegeben werden darf. Celina Jacob von der Gemeinde bittet daher darum, die Tonne möglichst am Abend vorher schon an die Straße zu stellen und auch nicht sofort nach der Leerung wieder hereinzustellen. Die Beteiligten gehen davon aus, dass für das Anbringen der Aufkleber mehrere Abfuhrtage erforderlich sind. Die Aktion wird sich daher voraussichtlich bis zum Herbst hinziehen. Wer also am Donnerstag noch keinen Aufkleber an seinem Gefäß hat, sollte auch vor den weiteren Leerungen die Tonne frühzeitig an die Straße stellen. Sollte jemand vergessen werden: Man kann sich den Aufkleber auch im Rathaus abholen und selbst anbringen.

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Alle Städte und Gemeinden im Kreis sowie die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) haben sich der Aktion #wirfuerbio in Westfalen angeschlossen, um die Qualität der Biotonneninhalte zu verbessern. „Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher leider etwas nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC, stellvertretend das Problem zusammen, vor dem alle Bioabfallverwerter stehen. Ein Hauptproblem sind die Plastiktüten.

Alternativen zu den Kunststoffbeuteln sind übrigens Papiertüten. Diese und auch Zeitungspapier, in die Bioabfälle eingewickelt werden können, sind wie bisher erlaubt. Was sonst noch nicht in die Biotonne darf: Verpackte Lebensmittel wie gekeimte Kartoffeln im Kunststoffnetz, verdorbene Wurst in der Plastikfolie, das Glas mit verschimmeltem Obst oder Kaffeekapseln, aber auch Katzenstreu, Windeln, Asche oder sonstiger Restmüll. Weitere Infos dazu gibt es auch auf der Landingpage der Kampagne #wirfuerbio in Westfalen unter https://www.wirfuerbio.de/wbc-coesfeld/.

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