Dienstag, November 29, 2022

Senioren-Assistenz Karina Lux: Nähe und Fürsorge für ihre Schützlinge

Wer­ne. Trä­nen lau­fen Ger­da Kotyr­ba über die Wan­gen. „Ich sehe und höre nicht mehr gut, habe gesund­heit­li­che Pro­ble­me”, erzählt die 88-Jäh­ri­ge: „Ich bin froh, dass ich sie habe.” Ver­trau­ens­voll blickt sie hin­über zu Kari­na Lux, die neben ihr sitzt.

Senio­ren-Assis­tenz Kari­na Lux betreut Ger­da Kotyr­ba schon seit drei Jah­ren. Ob tat­kräf­ti­ge Hil­fe im Haus­halt oder herz­li­che Beglei­tung bei Arzt­ter­mi­nen oder Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten – Lux unter­stützt die in Dort­mund gebo­re­ne Senio­rin im All­tag und ermög­licht ihr ein selbst­be­stimm­tes Leben.

„Gera­de wer im Alter wei­ter im eige­nen Zuhau­se leben will, braucht Nähe und Für­sor­ge”, betont Kari­na Lux, die ihren Schütz­ling bei einem Vor­trag im evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis ken­nen­ge­lernt hat. „Vie­le älte­re Men­schen wis­sen gar nicht, wo sie sich Unter­stüt­zung holen kön­nen, was ihnen gesetzt­lich zusteht. Ich klä­re da auf.”

Ger­da Kotyr­ba fass­te sich ein Herz und sprach die Senio­ren­be­glei­te­rin an – ein Schritt, den sie bis heu­te nicht bereut hat. Im Gegen­teil. „Ich habe immer jeman­den zum Spre­chen. Sie erleich­tert mir das Leben”, sagt die 88-Jäh­ri­ge mit Dank­bar­keit in der Stimme.

Frü­her arbei­tet Kotyr­ba im Ein­zel­han­del bei Kon­sum, spä­ter pfleg­te sie ihre Mut­ter und Schwie­ger­mut­ter. Als ihr Ehe­mann an Krebs starb, zog sie 2006 von Selm nach Wer­ne. „Dann kamen die Schlag­an­fäl­le. Mit Kari­na Lux habe ich eine gro­ße Hil­fe an mei­ner Sei­te. Sie weiß ein­fach bes­ser bescheid, kennt sich im Inter­net aus”, beschreibt die Senio­rin den All­tag mit der Assis­tenz, die ihr sogar half, die Beer­di­gung ihrer Schwes­ter zu organisieren.

„Ange­hö­ri­ge, die wei­ter weg woh­nen, wol­len, dass es ihrer Mama oder ihrem Papa gut geht und sie nicht so allei­ne sind. Und ich pas­se dann auf sie auf.”

Senio­ren-Assis­tenz Kari­na Lux

Anfangs tra­fen sich Ger­da Kotyr­ba und Kari­na Lux ein­mal pro Woche, inzwi­schen besucht die Senio­ren­be­glei­te­rin ihren Schütz­ling fast jeden zwei­ten Tag. „Es muss auf der mensch­li­chen Ebe­ne auch pas­sen. Und bei uns stimmt die Che­mie”, betont Kari­na Lux, die vor ihrer Selbst­stän­dig­keit im Jahr 2019 schon im sozia­len Bereich gear­bei­tet hat.

Frei­zeit­be­glei­tung, Ärz­te und Behör­den, Haus­halts­hil­fe, Ein­kaufs­ser­vice oder alles, was sonst noch im All­tag anfällt – bei der Senio­ren-Assis­tenz blei­ben kei­ne Wün­sche offen. „Ange­hö­ri­ge, die wei­ter weg woh­nen, wol­len, dass es ihrer Mama oder ihrem Papa gut geht und sie nicht so allei­ne sind. Und ich pas­se dann auf sie auf”, berich­tet die staat­lich aner­kann­te Betreu­ungs­kraft und pro­fes­sio­nel­le Senioren-Assistentin.

Bei einem kos­ten­lo­sen ers­ten Bera­tungs­ter­min kön­nen Umfang der Betreu­ung abge­spro­chen wer­den. „Ab Pfle­ge­grad I kön­nen die Leis­tun­gen über die Kas­sen teil­wei­se abge­rech­net wer­den”, weiß Kari­na Lux, die sich immer nur auf eini­ge weni­ge Schütz­lin­ge kon­zen­triert. Unter­stützt wird sie von zwei Mit­ar­bei­te­rin­nen, wei­te­re „hel­fen­de Hän­de” wer­den gesucht.

„Tref­fen wir uns ein­fach zu einem unver­bind­li­chen, kos­ten­lo­sen Ken­nen­lern-Gespräch. Dann schau­en wir, ob die Sym­pa­thie stimmt. Und wenn wir uns gut ver­ste­hen, pla­nen wir ers­te Ter­mi­ne und Inhal­te für die indi­vi­du­el­le All­tags­hil­fe”, sagt Kari­na Lux.

Für Ger­da Kotyr­ba sei Kari­na Lux wie ein „Sech­ser im Lot­to”, ihr kön­ne sie sich anver­trau­en. Aus den bei­den Frau­en sind Freun­din­nen gewor­den. Und für die Senio­ren­be­glei­te­rin ist klar: „Ich bin für sie da – bis zum letz­ten Atemzug!” 

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