Freitag, März 20, 2026

Einsatz für verkaufsoffene Sonntage im Kreis Coesfeld

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Ascheberg. Am Montag trafen sich die Bürgermeister/innen aus dem Kreis Coesfeld zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode zum Erfahrungsaustausch in der Gemeinde Ascheberg. Bei der Konferenz im Hotel Restaurant Clemens August in Davensberg zogen die Vertreter der Städte und Gemeinden Bilanz über die vergangenen Jahre und tauschten sich über die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie aus.

„Händler und Gastronomen haben in allen Orten sehr unter den Ausgangsbeschränkungen gelitten“, berichtet Bürgermeistersprecher Richard Borgmann aus Lüdinghausen. Nun sei es notwendig, die Innenstädte und den Einzelhandel beispielsweise mit Sonntagsöffnungen unterstützen, um Existenzen zu sichern. „Unsere Anfrage an die Gewerkschaft Verdi, ob sie Sonntagsöffnungen auch zu geringwertigeren Anlässen mit tragen würde, wurde jedoch eindeutig abgelehnt“, berichtet Borgmann.

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„Selbstverständlich muss es die Sonntagsruhe geben“, wendet Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus ein. „Allerdings dürfen die üblichen Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden, an die eine Sonntagsöffnung bisher gekoppelt war.“ Um Betriebe zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten, seien viele Beschäftige gerne bereit, sonntags zu arbeiten. Auch die Kirche habe die Sondersituation erkannt und würde ausnahmsweise mehr Sonntagsöffnungen dulden. Verdi beharre jedoch darauf, dass geringwertigere Veranstaltungen nicht zum Anlass für Sonntagsöffnungen genommen werden dürften.

Wie notwendig diese Hilfe in dieser schwierigen Zeit ist, wollen die Bürgermeister/innen aus dem Kreis Coesfeld nun gemeinsam in einem offenen Brief darlegen. Die Städte und Gemeinden fordern, dass die Gewerkschaft Verdi ihre Position rechtfertigt und die Verantwortung für die Auswirkungen übernimmt.

Zudem tauschten sich die Bürgermeister/innen beispielsweise darüber aus, wie die Belüftung von Schulsporthallen gewährleistet werden könne. Bei der anstehenden Wiedereröffnung der Hallen wollen die Städte und Gemeinden eine einheitliche Linie verfolgen. „Die Corona-Pandemie hat sich auf viele Bereiche ausgewirkt“, fasst Dr. Bert Risthaus zusammen. So seien beispielsweise auch Rathausöffnungen und Sprechstunden nur noch mit Terminvereinbarungen möglich und viele Dienstleistungen würden inzwischen per Telefon und E-Mail erledigt.

Auch das Thema Motorradlärm beschäftigte die Bürgermeister/innen. Die extreme Lautstärke mancher Zweiradmotoren würde vielerorts die Anwohner belasten. „Wir wollen uns an die Bundestagsabgeordneten wenden, um zu prüfen, ob die Lautstärke von Motorradmotoren eingedämmt werden könnte“, berichtet Borgmann. Möglicherweise gäbe es technische Beschränkungen für die Fahrzeuge, um Anwohner vor zu großem Lärm zu schützen, so Dr. Risthaus.

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