Winzerflirt im Kolpingsaal bietet angenehme Qual der Wahl

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Werne. „Probieren geht über Studieren“, sagt ein altes Sprichwort. Bei der zweiten Wein-Probier-Messe „Winzerflirt“ im sehr gut besuchten Kolpingsaal war das in großer Vielfalt möglich.

Obwohl in diesem Jahr mit 320 Tickets noch mehr als im Vorjahr verkauft wurden, herrschte in der Halle zu keinem Zeitpunkt Gedränge. Die Hinzunahme des Foyers für Aussteller und eines zweiten Saals, in dem ein Catering samt Sitzmöglichkeiten angeboten wurde, erwies sich als gute Entscheidung.

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Die Gäste, für die mit dem Bezahlen des Eintrittspreises in Höhe von 15 Euro alle Proben inklusive waren, hatten die angenehme Qual der Wahl, denn immerhin standen rund 250 Proben zur Verkostung. Dabei waren unter anderem Winzer aus der Pfalz und Rheinhessen, aber aus dem kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands, der Hessischen Bergstraße. Edle Tropfen aus dem Ausland gab es ebenfalls.

Trends gibt es nicht nur in der Mode, sondern auch bei Weinfreunden, weiß Frank Bispinghoff, Gründer des Fachgeschäfts „Weingefährten“, der die Messe erneut zusammen mit seiner Mitarbeiterin Pauline Schulte auf die Beine gestellt hatte. „Winzersekte aus Deutschland sind ebenso für viele ein Thema wie der Bereich der Aperitifs. Das war heute deutlich zu sehen“, so der Sommeliermeister.

„Probieren geht über Studieren“, das galt auch bei den Produkten aus dem Familienbetrieb der Brennerei Ehringhausen. Foto: Volkmer

Während bei den Winzern ein paar neue Gesichter dabei waren, freuten sich viele Messegäste über ein Wiedersehen mit dem Team der heimischen Brennerei Ehringhausen. Gin und Whiskey in verschiedenen Geschmackssorten durften hier ebenso probiert werden wie Dinkelkorn, Eier-Creme-Likör und Orangen- oder Haselnussgeist.

Reger Andrang herrschte zudem am Stand der Flötzinger Brauerei. „Ein handwerklich gebrautes Bier passt hervorragend zu unseren handwerklich arbeitenden Winzern“, sagte Frank Bispinghoff über das Gastspiel der Privatbrauerei aus dem oberbayerischen Rosenheim. Verkaufsschlager der Bier-Experten ist das „Flötzinger Hell“.

„Das Helle reift bei uns – im Gegensatz zu vielen großen, industriellen Herstellern – über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Dadurch entweichen die Fuselalkohole, sodass die Kunden ein sehr ausgereiftes Produkt bekommen“, berichtete Flötzinger-Mitarbeiter Wilfried Kurz.

Pauline Schulte, die Weinbau und Oenologie studiert hat, konnte mit ihrer Schwester Leonie im Sommer übrigens bereits ihren zweiten eigenen Wein auf den Markt bringen. Den gab es – aufgrund der geringen Produktionsmenge – nicht auf der Messe. Bei den „Weingefährten“ in Werne sind aber noch ein paar Flaschen des leichten Weißweins vorrätig.

Die Kostproben der Bier-Experten der Flötzinger Brauerei kamen sehr gut an. Foto: Volkmer

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