Die Kirchen wollen ein deutliches Zeichen für den Frieden setzen

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Werne. Die katholische und evangelische Kirchengemeinde laden am Sonntag (27. Februar) zu einem ökumenischen Friedensgebet ein.

„Wir wollen den Menschen Raum für ihre Gedanken geben und gemeinsam für die betroffenen Bürger der Ukraine beten, die unter dem Krieg leiden“, sagte Pfarrer Alexander Meese von der evangelischen Kirchengemeinde in einem Pressegespräch. Er hatte am Donnerstag nach dem Überfall des russischen Militärs auf die Ukraine spontan die Idee und lief bei seinem katholischen Kollegen Pfarrdechant Jürgen Schäfer offene Türen ein. Das Friedensgebet findet am Sonntag, 27. Februar, um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Christophorus statt.

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„Es ist unvorstellbar, was dort passiert. Man merkt in vielen Gesprächen, wie entsetzt die Bürger auch hier in Werne sind“, sagte Jürgen Schäfer. Die Kirche könne an der Situation nichts ändern, sie könne aber Solidarität zeigen und ein deutliches Zeichen für den Frieden setzen. Schäfer wird zu Beginn des Gottesdienstes wie bereits am Donnerstagabend die Friedensglocken der St. Christophorus-Kirche läuten und der Turm der Kirche wird in den Landesfarben der Ukraine, gelb-blau, erleuchtet.

Die Gestaltung des Friedensgebetes übernehmen Pfarrerin Carolyne Knoll und Pfarrdechant Jürgen Schäfer. Es wird kurze Texte zum Thema geben, aber die Teilnehmer sollen vor allem Gelegenheit zur stillen Andacht und zum gemeinsamen Gebet bekommen. Kerzen können von den Besuchern entzündet werden, die den Menschen in der Ukraine symbolisieren: „Ihr seid nicht allein. Wir denken an Euch.“ Pfarrer Alexander Meese wird zur gleichen Zeit ein Friedensgebet in Herbern gestalten.

Für Meese und Schäfer ist es wichtig, dass die Kirchen in Anbetracht dieses verheerenden Krieges die biblische Botschaft mit aller Deutlichkeit verbreiten. „Wir haben eine starke politische Botschaft“, sagte Meese, denn die Bibel mache klare Aussagen für den Frieden, zur Bewahrung der Schöpfung und zur Würde des Menschen. „Wir treten ein für die Menschen, die keine Lobby haben“, so der evangelische Pfarrer.

Für die beiden Pfarrer ist es erschütternd, mit welcher Kälte der russische Präsident diesen Krieg in Europa entfacht hat. „Die Frage ist doch, wo das Schule macht. Putin ist nicht der einzige Autokrat in der Welt“, sagte Alexander Meese. Deshalb sei es an der Zeit, Haltung zu zeigen und die zu unterstützen, die betroffen sind: „Auch wenn das Leben für uns etwas teurer wird und wir unsere Komfortzone verlassen müssen.“

Der Krieg in der Ukraine wird in den kommenden Tagen auch in den Gottesdiensten der beiden Kirchengemeinden im Mittelpunkt stehen. Am Freitag, 4. März, beschäftigt sich der Weltgebetstag der Frauen mit diesem Thema. Weitere Veranstaltungen schließen die beiden Pfarrer nicht aus. „Wenn die Menschen das Bedürfnis haben, werden wir etwas anbieten“, versicherte Alexander Meese.

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