Stiftskirche in Cappenberg erstrahlt zur Eröffnung in neuem Glanz

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Cappenberg (pbm/mek). In der Stiftskirche St. Johannes Evangelist in Cappenberg geht es geschäftig zu. Restauratorinnen und Restauratoren legen letzte Hand an verschiedenen Kunst- und Kulturgütern an, andere lösen vorsichtig die Verpackung von weiteren sakralen Ausstattungsgegenständen, die nach und nach wieder in die Kirche gebracht werden.

Noch steht und hängt nicht alles an seinem angestammten Platz. Doch pünktlich zur feierlichen Eröffnung am Sonntag, 16. Januar, wird die Kirche in neuem Glanz erstrahlen.

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„Es war ein gutes Miteinander aller Beteiligten. Gemeinsam haben wir das ehrgeizige Ziel geschafft, im Jubiläumsjahr ‚900 Jahre Kloster Cappenberg‘ die Kirche wiederzueröffnen“, ist Dr. Martina Dlugaiczyk glücklich. Sie hat als wissenschaftliche Referentin der Abteilung Kunst und Kultur im bischöflichen Generalvikariat die Arbeiten an den Glaubenszeugnissen, die im Besitz der Gemeinde sind und für die das Bistum Münster zuständig ist, begleitet. Allein daran haben sieben Restauratorinnen und Restauratoren gearbeitet. „Es sind herausragende Stücke, die gereinigt, restauriert, konserviert und gesichert jetzt wieder ihre Plätze in dem ebenfalls von Grund auf sanierten Gotteshaus gefunden haben“, erzählt sie.

Dazu gehöre beispielsweise der Baegert-Altar aus dem frühen 16. Jahrhundert, der von Schimmel befallen war, das Triumphkreuz, der ehemalige Hochaltar, Skulpturen aus Stein und Holz sowie ein Reliquienschrank. „Man kann über jedes Stück ins Schwärmen geraten“, ist die Fachfrau begeistert. Es sei ein großes Glück gewesen, dass die beweglichen Kunstwerke kurz vor dem ersten Lockdown im März 2020 bereits in den Werkstätten der Restauratorinnen und Restauratoren gewesen seien. „So konnten sie die ganze Zeit daran arbeiten. Sonst hätten wir den eng gesteckten Zeitplan wahrscheinlich nicht einhalten können“, ist Dlugaiczyk froh.

Kunst- und Kulturgüter ziehen wieder in die Stiftskirche in Cappenberg ein. Foto: Bistum Münster/Achim Pohl

Menschen aus dem In- und Ausland besuchen die Stiftskirche mit ihren bedeutenden Kunst- und Kulturgütern. „Dazu gehört auch der Cappenberger-Kopf. Er wird allerdings zur Eröffnung nicht in der Kirche sein. Die Vitrine, in der er künftig seinen Platz haben wird und die höchsten Sicherheitsstandards entsprechen muss, ist noch nicht fertig“, erklärt sie.

Trotz der historisch herausragenden Bedeutung der sakralen Kunstwerke sei und bleibe die Stiftskirche ein Gotteshaus, in dem die Gemeinde in ihrem liturgischen Alltag die sakralen Ausstattungsstücke als Glaubenszeugnisse wahrnehme.

Dlugaiczyk ist glücklich, dass nun alles wieder an seinem Platz ist, und gespannt, wie die Gäste und die Gemeinde die Stiftskirche wahrnehmen werden. Am Sonntag, 16. Januar, um 10 Uhr wird die Kirche mit geladenen Gästen feierlich wiedereröffnet. Alle Gläubigen sind am Sonntag um 14 Uhr zur heiligen Messe zum Gottfriedfest eingeladen.

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